Informationen für gesetzlich versicherte Patienten:

Sehr vereehrte Patientinnen und Patienten,

an dieser Stelle möchte wir Ihnen noch ein paar zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen:

Unsere Praxis könnte ohne Sie (und Ihre Verordnung) nicht existieren! Auch sind die Leistungen, die die gesetzlich versicherten bei uns bekommen, nicht schlechter als die der Privatversicherten. Wir können z.B. ein Kniegelenk nur richtig oder falsch, gut oder schlecht, behandeln. Privat oder Kasse ist hier egal. Worin liegt dann aber der "vielbeschworene" Unterschied?

1. Der Zeitfaktor.

Die gesetzliche Krankenkasse gibt Mindestbehandlungszeiten vor. Diese liegen für eine krankengymnastische Behandlung bei 15-20 Minuten Regelbehandlungszeit.

2. Die Mengenbeschränkung.

Im Heilmittelkatalog ist festgelegt, dass Ihre Beschwerden "gefälligst" nach einer bestimmten Verordnungsmenge besser zu sein haben. An diesen Katalog muß sich der verordnende Arzt halten, was erklärt, warum es manchmal schwierig ist, ihn davon zu überzeugen, eine weitere Verordnung auszustellen.

Während bei Privatversicherten durchaus möglich ist, mehrere Leistungen zu kombinieren, wurde dies im Heilmittelkatalog für gesetzlich Versicherte eingeschränkt. Zusatzleistungen wie Fangopackungen oder Elektrotherapie können nur allein dazu verordnet werden. Ein Rezept bei intensiven Rückenbeschwerden wie Fangopackungen plus Manuelle Therapie plus Elektrotherapie ist somit nicht möglich.

Wir sind aber keine "Verkäufer". Das bedeutet, dass wir nicht jedem Kassenpatienten eine Zusatzleistung "aufschwatzen" wollen. Sollten Sie sich jedoch für eine Aufwertung Ihrer Therapie interessieren, fragen Sie uns. Wir werden Ihnen dann sinnvolle Vorschläge unterbreiten.

Die gesetzlichen Kassen, bzw. deren Prüfzentren, legen den Heilmittelkatalog und damit die entsprechende Verordnung Ihres Arztes, akribisch aus. Das bedeutet, dass uns bei der Ausführung Ihrer Verordnung strengste Vorgaben gemacht werden, an die wir uns -punktgenau- halten müssen.

Leider eröffnet sich für uns manchmal dadurch die Problematik, dass wir Therapieformen beherrschen, die wir aber im eng gesteckten Rahmen der gesetzlichen Vorgaben nicht anwenden können. Wir bitten ausdrücklich um Verständnis, dass wir diese dann auch nicht im Rahmen einer "Heilmittelverordnung im Bereich der gesetzlichen Krankenkasse" anwenden dürfen.

Beispiele:

Massage statt einer verordneten aktiven Krankengymnastik oder Osteopathie statt Krankengymnastik oder ganz profan: Fango statt Heißluft etc. ...

Gleichzeitig wurden uns aber immer mehr Verwaltungsaufgaben zugeordnet, sodass wir ohne zusätzliches Personal eigentlich gar nicht alle Vorgaben erfüllen können. Wir haben eine Prüfpflicht für Ihr Rezept. Keine richtige Verordnung bedeutet keine Erstattung unserer Leistungen.